MZ 06.10.2010 Pachtvertrag endet: AWO-Begegnungsstätte schließt

Pachtvertrag endet

AWO-Begegnungsstätte schließt

ROXEL Die Tage der AWO-Begegnungsstätte sind gezählt, die AWO selbst muss sich eine neue Heimat suchen. Der Pachtvertrag läuft bis Ende Oktober, dann ist Schluss.

Das Sozialbüro und die Münster Tafel, die ebenfalls an der Alten Dorfstraße arbeiten, bieten ihre Dienste künftig im Pfarrheim St. Pantaleon an. Das bestätigte jetzt Marlies Janning vom AWO-Ortsverein auf Anfrage unserer Zeitung. "Da wir ohnehin nicht mehr viele Veranstaltungen in der Begegnungsstätte anboten, war eine Verlängerung des Pachtvertrags nicht wirtschaftlich."

Wie es jetzt mit dem 45 Mitglieder starken Verein weiter geht, steht noch nicht fest. "Wir haben am 18. Oktober eine Mitgliederversammlung und werden dann versuchen, offene Fragen zu klären", sagt Janning. Dazu gehöre auch eine Lösung, wo man das monatliche Frühstück für alle Interessierten künftig anbiete.

Münster Tafel im Pfarrheim

Betroffen ist von der Schließung der Begegnungsstätte auch die Münster Tafel. Diese verteilte dort immer dienstags Nahrungsmittel an bedürftige Bürger. Doch nach Gesprächen mit der Pfarrgemeinde St. Pantaleon wurde man sich schnell einig. Die Abgabe erfolgt künftig im Küchenbereich des Pfarrheims.

Eine Tatsache, die Roland Goetz, den Vorsitzenden der "Münster Tafel e.V.", erfreut. Zumal er von der Schließung erst vor einigen Wochen erfahren hatte. "Wir hatten mit der AWO kein Mietverhältnis und somit war auch eine formelle Kündigung nicht notwendig." Er sei glücklich darüber, dass es dem Roxeler Team von Freiwilligen gelungen sei, so kurzfristig eine Lösung zu finden.

Zeiten bleiben


Zufrieden mit dem neuen Standort ist auch Marion Justus, die mit dem zehnköpfigen Helfer-Team ab dem 19. Oktober im Pfarrheim bereit steht: "Wir haben die Gemeinde gefragt und der Kirchenvorstand hat uns nach einer Sitzung mitgeteilt, dass wir dort sehr willkommen sind." Die Roxeler Zeiten der Münster Tafel bleiben indes unangetastet: Die Anmeldung erfolgt in der Zeit von 8.30 bis 9 Uhr, die Abholung von 10.30 bis 11 Uhr.

Auch das Sozialbüro zieht von der Alten Dorfstraße ins Pfarrheim. Ab dem 12. Oktober ist es dort immer dienstags in der Zeit von 16 bis 17 Uhr für Ratsuchende geöffnet. In dieser Zeit ist auch ein Kontakt unter Telefon (01 62) 3 63 76 32 möglich.

Den AWO-Ortsverein selbst gibt es bereits seit über 60 Jahren. "Nach dem Zweiten Weltkrieg gestalteten freiwillige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser großen Wohlfahrtsorganisation das soziale Leben unseres Ortes Roxel", heißt es auf dessen Internetseite.

Erinnerungen


Dort erinnert man auch an die Verdienste des jüngst verstorbenen Vorsitzenden Karl-Heinz Garbe: "Als Karl-Heinz Garbe 1988 als Vorsitzender des Ortsvereins gewählt wurde, war als erstes Ziel für den AWO-Vorstand Roxel, eine eigene Tagesstätte zu haben."

Nachdem man an der Droste-Hülshoff-Straße Räumlichkeiten in Eigenregie erstellte (1991), der Mietvertrag dort aber nicht verlängert wurde, zog man 1995 in die Räume an der Alten Dorfstraße.

How to choose the best web hosting company and put your business to the next level.
Joomla Templates designed by Joomla Hosting